Fußgänger Routing Service

Über diesen Dienst können Fußgänger-Routen berechnet werden. Der Benutzer hat die Möglichkeit, die folgenden Routenpräferenzen zu wählen und miteinander zu kombinieren: Zum einen stehen verschiedene Netzwerkattribute (= Kantengewichte des Graphen) zur Verfügung, von denen eines für das Routing ausgewählt werden muss.

  • Length: Die geometrische Länge der Strecke wird als Kantengewicht für den Graphen genutzt. Als Ergebnis wird die kürzeste Strecke vom Service berechnet.

  • Dauer: Den einzelnen Streckenabschnitten ist eine Dauer [min] zugewiesen worden. Diese ist über die Steigung zwischen Start- und Endpunkt (Höhendifferenz / Strecke) des Abschnitts ermittelt worden. Zugrunde liegt die Annahme, dass ein Fußgänger sich in ebenem oder abfälligem Stadtgelände mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 5 km/h bewegt. Proportional zur Steigung der Strecke nimmt dieses Tempo ab. Die Dauer eines Wegabschnitts kann sich daher, je nachdem in welcher Richtung er durchschritten wird, verändern.

Eine weitere Möglichkeit, Einstellungen für das Routing vorzunehmen, bietet das Hinzufügen von Präferenzen bzw. Restriktionen. Der Routing-Algorithmus versucht dann, wenn es keinen zu großen Umweg bedeutet, die Route direkt an Arealen vorbei oder über Streckenabschnitte zu führen, die der gegebenen Präferenz bzw. Restriktion entsprechen. Folgende Optionen stehen zur Verfügung:

  • imGruenen: Es werden Routen entlang oder durch Areale präferiert, die an Gebieten liegen, die im Kataster als Grünflächen ausgewiesen sind. Diese Option könnte für Spaziergänger, Nordic Walker oder Jogger interessant sein.

  • Fussweg: Der Routing-Algorithmus bevorzugt Wege und Straßen, die ausgebaute Fußgängersteige besitzen oder bei denen es sich um reine Fußwege handelt. Für Fußgänger, die mit Kinderwagen oder Kindern unterwegs sind oder die ein stärkeres Sicherheitsbedürfnis im Verkehr besitzen, bietet sich diese Präferenz an.

  • starkeSteigung: Diese Option wertet Informationen zur maximalen Steigung einer Strecke aus. Die Berechnung der maximalen Steigung erfolgte nach folgendem Schema: Die Strecken wurden in 5m-Abschnitte unterteilt und deren Steigung wurde über die Auswertung von Start- und Endhöhe berechnet. Im Anschluss wurde aus allen Abschnitten einer Strecke die größte vorkommende Steigung (egal ob positive oder negative Steigung) ermittelt und diese für die gesamte Strecke als maximale Steigung als Attribut hinterlegt. Wählt man das Attribut, so wird bei der Berechnung versucht, stark ansteigende bzw. abfallende Passagen zu vermeiden (= Restriktion → avoid-Setting). Dabei gilt entsprechend der DIN 18040-1 zur Barrierefreiheit eine Steigung von mehr als 3% als steil. Das Attribut kann also dafür genutzt werden, barrierefreie Routen zu finden und spielt für die Streckenwahl von Rollstuhlfahrern und Personen mit Gehhilfen oder Kinderwägen eine Rolle.

  • historisch: Diese Einstellung bietet die Möglichkeit, Routen zu finden, welche an historisch und kulturell interessanten Objekten vorbeiführt. Dies umfasst neben historischen Bauwerken und Einrichtungen auch Areale wie historische Parks. Zudem zählen auch die Türme der Stadt dazu, da sie größtenteils auch zur historischen Baumasse der Stadt gehören und/oder die Option bieten, die Aussicht über das Stadtgebiet anzubieten. Darüber hinaus sind auch die Friedhöfe mit eingebunden, da historische Friedhof-Anlagen sich bei kulturell Interessierten einer immer größeren Beliebtheit erfreuen und sie eine interessante Quelle zur jüngeren Geschichte der Stadt darstellen.

In den Grundeinstellungen des Dienstes sind als Netzwerkattribut Length und keine Präferenzen oder Restriktionen ausgewählt.

Daten und Ressourcen

Zusätzliche Informationen

Feld Wert
Quelle http://tubvgis-cipgr6.gis.bgu.tum.de:6080/arcgis/rest/services/Routing/NAServer/Route/solve?
Direkt verwendbar mit folgenden Werkzeugen ArcGIS, FME
Formate/Schnittstellen ArcGIS Server Rest-Schnittstelle
Live-Daten nein
Open Data nein